„[Ursula Baakens] Werke ab dem Jahr 2000 umspielen […] abstrakt die Idee der Fotobearbeitung am Computer im Allgemeinen mitsamt ihren ungeahnten Möglichkeiten […] Auch die Arbeiten aus den Jahren 2011-2013 knüpfen hier an, indem sie unter dem Titel ‚Interferenzen’ abermals die vielfältigen Möglichkeiten der computergestützten Bildbearbeitung thematisieren, verbunden mit der gleichzeitigen Begeisterung an deren Unwägbarkeiten und Überraschungen […]
Grundsätzlich bewegt sich die Künstlerin dabei auf der Grenze zwischen Fotografie und Malerei bzw. Graphik, da die Resultate durch zahlreiche digitale Überarbeitungen, durch den wiederholten Einsatz von Filtern, Spiegelungen, Umkehrungen und computergenerierten Brechungen letztlich weder der Fotografie zugehörig, noch als Zeichnung oder Gemälde im eigentlichen Sinne zu verstehen sind. Vielmehr ähneln sie hermaphroditischen Phänomenen, seltsamen Zwitterwesen, deren Mehrdeutigkeit nachhaltig die Wahrnehmung begeistert […]“
Krausch, Christian: Eröffnungsrede zur Ausstellung „Ursula Baaken – Interferenzen – digitale Graphik“, Kunst-Spektrum, GKK, Krefeld, 2013.

„In diesen schönen Apfel würde man am liebsten sofort beißen. Doch leider befindet sich das verlockende Obst nur auf einem Bild. Wie auf den Gemälden alter niederländischer Meister hat Ursula Baaken das leuchtend rote Obst in einer Stillleben-Serie inszeniert. Doch es gibt einen Unterschied. Die Künstlerin hat weder Pinsel noch Farben benutzt, sondern Kamera und Computer […]
Experimentierfreude und Erfahrung führen zu immer wieder erstaunlichen Ergebnissen […] Durch das Überlagern von verschiedenen Strukturen kreiert der Computer ganz neue Farben’, sagt Baaken […]
[Das] Spiel mit den Formen, die der Fantasie des Betrachters viel Raum geben, macht den Reiz der Bilder aus, die manchmal farbenprächtigen Gemälden ähneln […]“
Plattenteich, Michaela: Malen mit dem Computer. In: Westdeutsche Zeitung, Krefeld, 24.4.2013.