Uwe Esser

Uwe Esser. Foto: Beate Linz.

„Die Malerei von Uwe Esser ist ebenso verwirrend wie durchsichtig, ebenso einschmeichelnd wie hermetisch. Nichts scheint das zu sein, was es auf den ersten Blick vorgibt, und nichts wird zu dem, was es wurde, nachdem das erste Ergründen neue Tiefen in den Bildwelten von Uwe Esser offenbart. Vielmehr eröffnen die Werke von Uwe Esser immer wieder neue Labyrinthe des Sehens, des Denkens und des Fühlens. Es wirkt vermeintlich so leicht, in diese flüssig verlaufenden Bildstrukturen einzutauchen, aber ebenso rasch wird das ausgeworfene Netz optischer Anreize zum Fallstrick für denjenigen, der sich an der allzu glatten Oberfläche festzuhalten sucht, anstatt in die Tiefen hinabzusinken und Sinn und Struktur zu ergründen. Erst nach einem – mitunter längeren – Prozess des Bildsehens wird klar, dass das vermeintlich Zufällige, die spielerische Leichtigkeit, mit der Strukturen, Farben und Formen ineinander verschlungen und verwoben sind, mehr sind als sie scheinen (Produkte des wohlgefälligen Zufalls) und kompliziertere Sinngerüste bereithalten, als dass sie mit einem Mal zu begreifen seien. […]“
Reifenscheid, Beate: It’s a bright, guilty world – Täuschungsmanöver. Zu den neueren Arbeiten von Uwe Esser. In: Esser, Uwe: Katalog [zur Ausstellung in der Galerie der Nord/LB], Hannover 2010

Anmerkung der Redaktion: Uwe Esser beschäftigt sich mit Malerei und malereibezogenen Installationen.

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